laPROF Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen e.V.

Eigentlich wollte ich nach Finnland

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made in Hessen.100% Theater

09.11.2015 | 20:00 — 22:00

Seit ein paar Jahren drängen immer mehr Menschen aus den krisengeschüttelten europäischen Nachbarländern nach Deutschland. Doch im Gegensatz zu früheren Migrationswellen kommen heute ambitionierte, gut ausgebildete junge Männer und Frauen. Wenige haben das Glück, schnell wieder in ihrem Beruf arbeiten zu können, die meisten müssen sich mit Kurzzeitjobs oder schlecht bezahlten Praktika durchschlagen.

Die Theaterproduktion „Eigentlich wollte ich nach Finnland!“ basiert auf einer umfangreichen Interviewrecherche mit 17 jungen EuropäerInnen. Wer sind die Menschen hinter den Zahlen und Statistiken, von denen wir täglich aus den Medien erfahren? Wurden ihre Hoffnungen und Erwartungen erfüllt? Womit identifizieren sie sich? Hat Deutschland sie gut aufgenommen? Und nicht zuletzt: Mit welchen Gedanken und Gefühlen blicken sie auf dieses Europa, durch das sie sich so „freizügig“ bewegen können?

Fünf SchauspielerInnen aus fünf Ländern der EU behaupten die Union auf der Bühne in Form eines einzigen, durchgehenden europäischen Monologs. Sie bewegen sich fließend, gleichsam grenzenlos über die inneren Landkarten der verschiedenen biografischen Erzählungen. So entsteht ein musikalisch-atmosphärischer Gesamtsprachraum, der die gelebte Wirklichkeit junger EU-Bürger und ihren Blick auf die Zukunft in den Mittelpunkt stellt.

Mit: Lidia Cangiano, Athina Tsantekidou, Mirca Preißler, Alexandru Cirneala, Eneko Sanz
Regie: Dieter Krockauer Dramaturgie: Graciela González de la Fuente

Das Stück „Eigentlich wollte ich nach Finnland“ ist eines von 10 ausgewählten Produktionen, die im Rahmen von „made in Hessen 100% Theater“ dem 3. Landesweiten Theaterfestival der Freien Darstellenden Künste gezeigt werden.
Das Festival wird veranstaltet von laPROF, Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen e.V., gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dreizehn engagierten Kommunen.