Seminare & Fortbildungen

Aus der Praxis – für die Praxis: Unser Ressort laPROFBeratung organisiert regelmäßig Fortbildungen und Workshops unter Leitung qualifizierte Referent*innen, wie RA Sonja Laaser, um freien Darstellenden Künstler*innen die Arbeit zu erleichtern. Von Antragsstellung über Steuern und Recht bis zu Selbstmanagement.

Eine Übersicht der letzten Seminare gibt es hier.

Umsatzsteuer bei Verträgen mit Künstler*innen im In- und Ausland oder mit Vereinen, beim Sponsoring und bei öffentlichen Förderungen (28. 8. 2017 Theaterschule Frankfurt)

Im Rahmen des Workshops ging es um Grundsätze des Umsatzsteuerrechts und worauf es bei Verträgen mit Künstler*innen im In- und Ausland, Verträgen mit Vereinen, beim Sponsoring oder öffentlichen Förderungen ankommt. Im Rahmen der Einführung erarbeiten die Teilnehmer*innen zunächst die Grundlagen des Umsatzsteuerrechts. Anschließend wandten sich die Teilnehmer*innen speziellen Konstellationen zu: Verträge mit im Ausland ansässigen Künstler*innen,  umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Sponsoring und öffentlichen Förderungen, Befreiungsmöglichkeiten von der Umsatzsteuer nach § 4 Nr. 20a UstG. Referentin: Sonja Laaser (Rechtsanwältin und Dramaturgin) Leitung: Hartmut Nawin-Borgwald.

Workshop Antragstexte Formulieren (16./17. 1. 2017 Theaterschule Frankfurt) 

Das Schreiben von Förderanträgen gehört für viele freie Darstellende Künstler_innen zum notwendigen Übel. Die Schwierigkeit dabei: Das künstlerische Experimentieren und Suchen beginnt erst im Probenprozess, doch bereits weit vor dem Beginn der eigentlichen Arbeit soll möglichst genau beschrieben werden, was eigentlich auf der Bühne passieren soll. Förderanträge werden deshalb oft entweder kryptisch oder sie reproduzieren Klischees oder Formulierungen, bei denen man glaubt, sie könnten den Beiräten gefallen. laPROF bietet einen Workshop zum Schreiben von Förderanträgen. Wie beschreibt man eigene Vorhaben, die eigene künstlerische Haltung, das eigene Selbstverständnis? Dabei geht es darum, gemeinsam über konkrete Projektvorhaben und ihre Beschreibung zu sprechen. Die Teilnehmenden bringen eigene Projektideen und bereits erste Beschreibungsversuche mit. Leitung: Jan Deck und André Schallenberg.

Beachtung steuerrechtlicher Bedingungen bei Kooperationen mit und Engagements von nicht in Deutschland ansässigen KünstlerInnen in der Projektarbeit, Produktions- und Gastspieldurchführung. (5. 12. 2016 Theaterschule Frankfurt)

Viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler schließen sich für einzelne Projekte, in Tanz-, Performance- und Theaterproduktionen mit Anderen zusammen. Vermehrt gibt es Kooperationen oder Einbindungen mit Kollegen und Kolleginnen die nicht in Deutschland ansässig sind. Welche Grenzen und Bedingungen sind in den Doppelbesteuerungsabkommen diesbezüglich enthalten? Was sind Abzugssteuern, wie, wann und wo kann ein Antrag auf Freistellung von der sogenannten „Ausländersteuer  gestellt werden? Wie und wo kann ich eine Bescheinigung nach dem Umsatzsteuergesetz beantragen? Wie berücksichtige ich diese Kosten in der Projekt-Kalkulation und deren Verwendung? Fallen Abgaben an die Künstlersozialkasse an? Die Fortbildung gibt Grundlagen und vermittelt ein Bewusstsein für die steuerrechtliche Problematik und Handlungsweise.  Referent: Hartmut Nawin-Borgwald.

Workshop zum Urheberrecht im Bereich der Darstellenden Künste – Freiheiten und Grenzen der Verwendung fremden Materials (7. 11. 2016 Theaterschule Frankfurt)

Der Workshop macht die Teilnehmer*innen mit den wichtigsten Grundsätzen des Urheberrechts vertraut. Wer hat das Urheberrecht, wenn mehreren Künstler*innen gemeinsam ein Konzept entwickeln? Und wie kann sich der Urheber eines Werkes wehren, wenn seine Texte, Bilder und Inszenierungsentwürfe ohne Erlaubnis verwendet werden? Urheberrecht kann auch kreative Prozesse begrenzen. Kunst- und Kulturschaffende können Urheberrechte verletzen, wenn sie fremde Materialien im Rahmen der eigenen Werkproduktion verwenden. Welche rechtlichen Konsequenzen kann es beispielsweise haben, wenn fremde Texte ohne Erlaubnis des Urhebers verwendet werden? Bedarf es bereits bei einer zweiminütigen Musikwiedergabe im Rahmen einer Inszenierung einer kostenauslösenden Anmeldung bei der GEMA? Dürfen Fotos der Inszenierung in den sozialen Netzwerken, von der Presse oder den Veranstaltern verwendet werden? Referentin: Sonja Laaser (Rechtsanwältin und Dramaturgin). Leitung: Hartmut Nawin-Borgwald.

Kenntnisse zum (Selbst-)Management von Projekten in Tanz, Performance und Theater ohne die Unterstützung durch professionelle Agenturen (10.10. 2016, Theaterschule Frankfurt

Viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler können ihre Kreativität nicht „vermarkten“. Professionelle Agenturen scheuen den „unbekannten Künstler“ und/oder die Kosten für ein eigenes Produktions- und Booking-Büro sind nicht zu finanzieren. Was tun? Das Seminar gibt Hilfestellung: Analyse der künstlerischen Ausrichtung mit einhergehender Beratung nach geeigneten Spielorten, Aquise, Projektmanagement, Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Gastspielverträge und Bühnenanweisungen, Anträge, Verwendungsnachweise, Nachbereitung, Bindung von Zielpublikum. Referent: Hartmut Nawin-Borgwald.