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800.000 Euro mehr für die freien darstellenden Künste in Hessen

Bei einer Presseerklärung zur Vorstellung des Haushaltsentwurf im Bereich Kultur für 2020 hat es die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, verkündet: Die Schwarz-grüne Landesregierung wird ab 2020 800.000 Euro mehr für die freien darstellenden Künste in Hessen in den Haushalt einstellen. Allerdings muss der Landtag dem Haushaltsentwurf noch verabschieden, was planmäßig im Februar passieren soll.

Der Haushaltsentwurf sieht zudem unter anderem vor, die Förderung der soziokulturellen Zentren um 500.000 Euro , Filmförderung um 200.000 Euro, die Förderung von Filmfestivals um 225.000 Euro, Literaturförderung um 220.000 Euro zu erhöhen. Ein weiterer Fördertopf soll die Situation von Künstlerinnen verbessern. Und nicht zuletzt sollen die Mindestgagen bei den öffentlichen Bühnen so steigen, dass sie 300 Euro über der vom Tarifvertrag „NV Bühne“ vorgesehenen Beträge liegen.

laPROF freut sich über die geplante Mittelerhöhung. Es ist ein wichtiger Erfolg in unserer gemeinsamen Arbeit zur Verbesserung der Situation der freien Darstellenden Künste Hessens. Auch die Anhörung im Landtag hat unserer Ansicht nach dazu ihren Beitrag geleistet. laPROF wird nun mit dem Ministerium darüber im Gespräch bleiben, wie sich die Förderregularien zukünftig im Sinne der Szene weiterentwickeln können.

Foto: Hessischer Landtag, Stadtschloss, Peter Wolf 2001.

Autor

Jan Deck ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator. Seit über zehn Jahren arbeitet er für den hessischen Landesverband laPROF, seine Schwerpunkte sind Lobbyarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen. Er ist Mitglied verschiedener Juries und Beiräte, kuratiert Tagungen, Festivals und Labore. Als Herausgeber und Autor beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Kunst und Gesellschaft.