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Investieren statt kurzfristiges Spardenken – 2 Millionen Euro mehr für die Freien Darstellenden Künste in Frankfurt

laPROF blickt mit großer Sorge auf die Entwicklung der Freien Darstellenden Künste in Frankfurt. Einige Gruppen oder Theater wurden aus der Mehrjahresförderung gestrichen, obwohl sie als förderungswürdig gelten. Dazu gehört unter anderem mit Joana Tischkau der deutschlandweite Shooting-Star der letzten Jahre, aber auch wichtige Ensembles wie Haptic Hide, Briefkastenfirma, Work of Act oder LIGNA. Auch andere Ensembles und Theater wurden gekürzt bzw. aus der Förderung gestrichen. Die Begründung für die Streichung der Förderung ist lediglich, dass es für alle nicht genug Geld gebe.

Das ist nicht nur fatal für diese Gruppen, die nun keine Planungssicherheit mehr haben und kurzfristig andere Förderungen für ihre Dauerkosten finden müssen. Da diese Gruppen nun Gelder aus der Einzelpoduktionsförderung benötigen, wird dies zu einem Antragsstau führen, was dafür sorgen wird, dass viele weitere Ensembles und Kollektive kein oder zu wenig Geld erhalten. Das wird viele existenziell treffen. Und währenddessen arbeitet das Kulturamt Frankfurt an einer neuen Mehrjahresförderung, die zukünftig noch mehr Geld brauchen wird als die gegenwärtige.

Die Ereignisse um die Mehrjahresförderung in Frankfurt zeigen deutlich, dass es dringend Investitionen in die Freien Darstellenden Künste Frankfurts braucht. Unsere Künstler*innen sind einerseits international und überregional relevant und erfolgreich und repräsentieren unsere Stadt bei Festivals oder Gastspielen. Andererseits erreichen die Produktionen der Freien Darstellenden Künste unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Stadtteilen, vor allem Kinder und Jugendliche. Die grundlegend wichtige Arbeit unserer Szene darf nicht durch kurzfristiges Spardenken gefährdet werden. Denn viele der Nicht-Geförderten stehen nun vor der Wahl aufzuhören oder abzuwandern. Es braucht schnellstmöglich eine Mittelerhöhung von mindestens 2 Millionen, um die Mehrjahresförderung und die Projektförderung so auszufinanzieren, dass die Freien Darstellenden Künste Frankfurts ihre wichtige Arbeit für die Bürger*innen auskömmlich weitermachen können. Auch weitere wichtige Vorhaben wie eine verbesserte Wiederaufnahmeförderung könnten so umgesetzt werden.

Vorstand und Geschäftsführung von laPROF Hessen e.V.

Bild: Antagon TheaterAKTion: Traum einer Sache. Foto: Sasha Myalin

Autor

Jan Deck ist Geschäftsführer von laPROF und u.a. für Öffentlichkeitsarbeit zuständig