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Einführung in die Intimitätskoordination – Live-Workshop mit Mica Haubrich 18.9. 10-17 Uhr

Anmeldung: regina.busch@laprof.de

Ort: laPROF Geschäftsstelle, Schützenstr. 12, 60311 Frankfurt am Main

Intimitätskoordination (IK) sorgt dafür, dass in Film und Theater / Performance intime Szenen – von einem Kuss bis zu simuliertem Sex, aber auch emotionale Intimität und andere körperlich nahe und psychisch vulnerable Momente wie dargestellte Geburten oder sexualisierte Gewalt – respektvoll, sicher und kreativ umgesetzt werden. Dabei geht es sowohl um den Schutz und die Selbstbestimmung der Performenden und an der Produktion beteiligten Personen als auch um künstlerische Klarheit für Regie und Ensemble bzw. die Künstler*innen.

In dem Workshop:
– gebe ich einen Überblick über das Berufsfeld und seine Grundlagen zu u. a. Consent, nicht-sexualisierter Sprache und Choreografie von simulierter Intimität,
– sprechen wir darüber, wie eine Zusammenarbeit mit Intimitätskoordination aussehen kann,
– leite ich praktische Übungen an. Diese können dann direkt in Probenprozesse und Projekte mitgenommen werden, um durch eine gemeinsame Sprache zu Intimität und Nähe sowie auf Zustimmung basierenden (Ver-)Handlungen eine sicherere Zusammenarbeit zu schaffen.

Die Teilnahme an dem Workshop ersetzt keinesfalls eine ausgebildete und außerhalb des Machtgefüges einer Produktion stehende Intimitätskoordinator*in, kann aber das Setzen und Achten von Grenzen in Arbeiten etablieren und die Zusammenarbeit mit einer IK für beide Seiten erleichtern.
Ideen und weiterführende Gedanken, wie IK für Performance in der freien Szene besser angepasst werden kann, sind ausdrücklich erwünscht. Bringt gerne eure Fragen sowie gemütliche Kleidung zum Bewegen und (wenn möglich) Yoga-Matten mit. Alle Übungen sind freiwillig, Wahrnehmungen von außen auf die Übungen sind ebenfalls hilfreich. Teilnehmer*innen können den Raum jederzeit verlassen und wieder zurückkommen.

Mica Haubrich (keine Pronomen) ist queer, nicht-binär, Intimitätskoordinator*in, Regisseur*in und Performance-Künstler*in aus Gießen. Mit über 15 Jahren Erfahrung in interdisziplinärer Live-Performance, einem B. Sc. in Medienkommunikation und einem B. A. in Angewandter Theaterwissenschaft sowie einem Hintergrund in Bereichen wie Schauspiel, Regie, Tanz, Dramaturgie und 2D-Animation bringt Mica eine vielschichtige und kollaborative Perspektive in die Arbeit ein.
Zertifiziert als IK für Live-Performance durch IPA und ausgebildet für Film mit Safe Sets und PIP, arbeitet Mica sowohl für Film als auch für Theater. Mica absolviert derzeit den Master of Arts in ATW in Gießen und arbeitet besonders an Themen zu Care(-Arbeit), Solarpunk Utopien, (queeren) Identitäten und Intimität. Micas Arbeit ist geprägt von intersektionalen, antirassistischen, anti-ableistischen und Trauma-bewussten Praktiken, mit einem Fokus auf nicht-normativen Narrativen, die mit Sensibilität, Tiefe und Sorgfalt erzählt werden.