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Hessen kippt 3-Quadratmeter-Regelung bei Kulturveranstaltungen

Die Entwicklung der Corona-Infektionsraten – vor allem in den Großstädten Hessens – verheißt für die nächsten Wochen nichts gutes. In den freien darstellenden Künsten kursiert bereits die Angst vor einem erneuten Lockdown. Es kommt nun darauf an, inwieweit die Bevölkerung hierzulande die Bestimmungen zum Infektionsschutz einhält, ob weitere enorme, existenzielle Verluste für die Kulturbranche zu verhindern sind.

Die hessische Landesregierung ist trotz dieser Entwicklung der Kulturszene ein kleines Stück entgegengekommen. Die bisher geltende 3-Quadratmeter-Regelung bei Kulturveranstaltungen wird abgeschafft. Bislang musste beispielsweise in einem Theater für jede*n Besucher*in eine Grundfläche von 3 qm vorhanden sein. Nun gelten ausschließlich die allgemeinen Abstands- und Kontaktregeln:  1,5 Meter Abstand  zwischen Zuschauer*innen und die Regel, dass maximal 10 Personen ohne Abstand zusammengesetzt werden dürfen, wenn sie zusammen zu einer Kulturveranstaltung kommen.

laPROF begrüßt diese Regeländerung. Sie ist vor allem richtig vor dem Hintergrund, dass bisher bei Kulturveranstaltungen im Bereich Darstellende Künste noch keine Infizierungen bekannt geworden sind. Das zeigt auch, dass man sich auf die Hygienekonzepte der Kolleg*innen verlassen kann.

Bild von congerdesign auf Pixabay

Autor

Jan Deck ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator. Seit über zehn Jahren arbeitet er für den hessischen Landesverband laPROF, seine Schwerpunkte sind Lobbyarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen. Er ist Mitglied verschiedener Juries und Beiräte, kuratiert Tagungen, Festivals und Labore. Als Herausgeber und Autor beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Kunst und Gesellschaft.