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Hessen innovativ neu eröffnen – Corona-Spielstättenförderung gestartet

Die Corona-Förderung der hessischen Landesregierung geht in die zweite Phase. Der Fonds “Innovativ neu eröffnen”, aus dem Kultureinrichtung mit regelmäßigem Spielbetrieb gefördet werden können, die wegen der Corona-Pandemie Unterstützung benötigen. Ihnen sollen der Neustart erleichtet und der Schaden der letzten Monaten gemildert werden. Dazu können beispielsweise Kinos, Konzertsäle und Musik-Locations, Soziokulturelle Zentren, Freie Bühnen, Literaturhäuser und unter bestimmten Voraussetzungen auch Museen bis zu 18.000 Euro Unterstützung für Programm-, Marketing- und Baumaßnahmen erhalten. 500 solcher Fonds-Pakete werden vergeben, davon sind 100 für Spielstätten im ländlichen Raum reserviert. Eine Kombination mit anderen Hilfen ist möglich, etwa auch den Programmen des Bundes.

„Die Neueröffnung mit Abstandsregeln, damit verbunden geringeren Zahlen von Besucherinnen und Besuchern, Hygienekonzepten und anderen Auflagen stellt die Spielstätten vor große Herausforderungen”, so die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn. “Viele stellen sich mit ungewohnten Veranstaltungsformen, kreativen baulichen Veränderungen oder neuen Formen der Publikumsansprache darauf ein. Viele dieser Innovationen werden über die Pandemie-Notlage hinaus einen künstlerischen Wert haben. Wir wollen Kulturorte dabei unterstützen, solche Brücken in die Zeit nach der Pandemie zu bauen.“

Bereits seit Juni können Kulturschaffende, die ihren Wohnsitz in Hessen haben und Mitglied der Künstlersozialkasse sind, Stipendien über 2000 Euro beantragen. Ab August wird die Antragstellung für den letzten Baustein des Programms starten: Projektstipendien für freie Gruppen und Einzelkünstler*innen sollen den Übergang in die vollständige Neueröffnung und die Entwicklung neuer Formate unterstützen. Es stehen Mittel für 250 Gruppen in Höhe von je 18.000 Euro sowie für 1.000 Künstlerinnen und Künstler in Höhe von je 5.000 Euro bereit.

Direkt zum Antrag geht es hier

Informationen zum Corona-Kulturpaket der Landesregierung gibt es hier

Foto: “Abstand halten” von Kaveh Hosseini, Landungsbrücken Frankfurt

 

Autor

Jan Deck ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator. Seit über zehn Jahren arbeitet er für den hessischen Landesverband laPROF, seine Schwerpunkte sind Lobbyarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen. Er ist Mitglied verschiedener Juries und Beiräte, kuratiert Tagungen, Festivals und Labore. Als Herausgeber und Autor beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Kunst und Gesellschaft.