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Neuer Notfallfonds: Auch Frankfurt hilft

Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig einen eigenen Notfaltopf für Kulturschaffende aus Frankfurt eingerichtet. „Durch kurzfristige Umschichtungen in meinem Etat wird ein Notfallfonds eingerichtet, mit dem Künstlerinnen und Künstler in besonderen Härte- und Notsituationen unbürokratisch geholfen werden kann. Das richtet sich insbesondere an diejenigen, die bei den Maßnahmen von Bund und Land durchs Raster fallen. Mit diesem Notfallfonds wollen wir gegensteuern und ab sofort eine schnelle Hilfe bereitstellen. Die Kultur unserer Stadt ist in Gefahr und wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kulturschaffenden diese Ausnahmesituation überstehen und wir die kulturelle Vielfalt in Frankfurt erhalten“, so Hartwig in einer Presseerklärung,

Antragsberechtigt sind Einzelkünstlerinnen und -künstler, Künstlergruppen, sowie Kollektive aus Frankfurt am Main der unterschiedlichen künstlerischen Genres. Formlose Anträge können ab sofort möglichst digital als unterschriebenes PDF-Dokument an kulturfoerderung@stadt-frankfurt.de oder per Brief an das Kulturamt Frankfurt am Main, Fachbereich Kulturförderung, Brückenstraße 3-7, 60594 Frankfurt am Main gerichtet werden.

Voraussetzungen sind, dass eine existentielle finanzielle Notlage aufgrund der Corona-Pandemie vorliegt und die Fördermaßnahmen von Bund und Land oder weiterer Dritter nicht in Anspruch genommen werden können oder nicht hinreichend zur Existenzsicherung sind. Über die Höhe der Förderung wird einzelfallbezogen entschieden. Sie kann zwischen 500 und höchstens 5.000 Euro gestaffelt sein und wird zunächst als rückzahlbare Zuwendung gewährt. In Einzelfällen kann diese später in eine nicht rückzahlbare Zuwendung geändert werden. „Damit möchte ich den Kultur-schaffenden während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie beistehen und sie bei der Weiterführung ihrer künstlerischen Tätigkeit unterstützen. Das kulturelle Leben unserer Stadt darf keinen nachhaltigen Schaden erleiden“, erklärt Hartwig.

Über Unterstützungsleistungen und Förderung des Frankfurter Kulturamtes aufgrund der Corona-Situation kann man sich hier informieren.

Foto: Frankurter Römer von moritz320 auf Pixabay

Autor

Jan Deck ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator. Seit über zehn Jahren arbeitet er für den hessischen Landesverband laPROF, seine Schwerpunkte sind Lobbyarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen. Er ist Mitglied verschiedener Juries und Beiräte, kuratiert Tagungen, Festivals und Labore. Als Herausgeber und Autor beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Kunst und Gesellschaft.