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Soforthilfe und Förderung: Infos von Ministerin Angela Dorn

Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst hat sich mit einem Brief an die Kulturschaffenden in Hessen gewandt. Dabei erläutert sie, wie die von Hessen mitfinanzierten Soforthilfen funktionieren und den Stand der Dinge zum Umgang mit bereits beschlossenen Fördermitteln.

So führt sie aus, dass der Landtag in einem Nachtragshaushalt 8,5 Milliarden für ein Hilfspaket beschlossen hat, um die Auswirkungen der Corona-Krise zu mildern. Damit soll Kulturschaffenden und kulturellen Einrichtungen geholfen werden. Dazu gehört ein Soforthilfeprogramm für kleinere und mittlere Unternehmen, Selbstständige und freiberuflich Tätige, das auch Künstler*innen miteinschließt. Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten können aus den Finanzmitteln von Land und Bund unbürokratisch einen einmaligen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro erhalten, bei größeren Beschäftigungszahlen auch bis zu 30.000 Euro. Der Antrag kann spätestens kommenden Montag online gestellt werden. Zudem kündigt sie weitere Maßnahmen an, um Vereinen, Verbänden und Kultureinrichtungen, die durch Corona in Not geraten sind, zu helfen.

Angela Dorn kündigt zudem, vom Land geförderten Künstler*innen bei Verschiebungen, Veränderung in digitale Formate oder Absagen so weit es geht entgegenzukommen. Jedoch verweist sie auf die Regeln der Haushaltsführung, an einer Lösung werde zeitnah gearbeitet. Für Veranstaltungen, die in April oder Mai geplant wären, sollte jedoch schnell die im Ministerium zuständige Person mit neuen Kalkulationen und Zeitplänen kontaktiert werden.

Für die Darstellenden Künste ist der Ansprechpartner Jan-Sebastian Kittel. In einer E-Mail ließ er verlauten, dass die reguläre institutionelle und Projektförderung des Landes unverändert weiterlaufe. Das Ministerium werde sich bemühen, die aktuellen Förderbescheide in diesen Tagen schnellstmöglich auf den Weg zu bringen, damit die geförderten Kulturschaffenden Sicherheit hätten. Er kündigte zudem an, den Bewilligungszeitraum für die Projektförderung auf das gesamte Haushaltsjahr ausdehnen, sodass flexibel auf jeweils aktuelle Entwicklungen reagiert werden könne. 

laPROF hat im Kontext der Umfrage zu Corona-Einnahmeausfällen die Landesregierung aufgefordert, dem Beispiel Frankfurts und Darmstadts zu folgen und zu garantieren, dass Fördermittel des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst nicht zurückverlangt werden, falls es zu Verschiebungen oder Ausfällen von Veranstaltungen kommt. Wir hoffen, dass die internen Abstimmungen in der Hessischen Landesregierung dies möglich machen. laPROF dankt dem Ministerium schon einmal für die bereits beschlossenen Erleichterungen und für die Absicht, die Bewilligungsbescheide den Geförderten nun schnellstmöglich zukommen zu lassen.

Den Brief von Frau Dorn kann man hier lesen.

Informationen zum hessischen Soforthilfeprogramm gibt es hier

Foto: Ministerin Angela Dorn © kunst.hessen.de

 

Autor

Jan Deck ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt/Main und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator. Seit über zehn Jahren arbeitet er für den hessischen Landesverband laPROF, seine Schwerpunkte sind Lobbyarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen. Er ist Mitglied verschiedener Juries und Beiräte, kuratiert Tagungen, Festivals und Labore. Als Herausgeber und Autor beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Kunst und Gesellschaft.

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